8.Mai 2026 in Schmalkalden
Am 08.Mai 2026 haben wir gemeinsam mit dem Bürgermeister, Vertretern der SPD und dem Bündnis für Demokratie und Toleranz Schmalkalden am Ehrenmal „DEN OPFERN DES FASCHISMUS UND MILITARISMUS“ sowie am Ehrenmal für die sowjetischen Zwangsarbeiter in Schmalkalden auf dem schmalkaldener Friedhof im Eichelbach an die Opfer von Krieg, Faschismus und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft erinnert.
Der 8. Mai ist in die Geschichte eingegangen als Tag der Befreiung und war als solcher jahrzehntelang staatlicher Feiertag in der DDR. Freilich war der Gedanke an Befreiung nicht allen Menschen verinnerlicht und besonders in der Bundesrepublik von vielen nicht anerkannt. Dort wurde er meist gleichgesetzt mit Niederlage, Kapitulation, Katastrophe oder Kriegsende.
Eine Ausnahme dazu bildete z. B. der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder, der 2016 erklärte, dass Deutschland mit dem Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion „ein epochales Verbrechen begangen“ habe. „Es ist ein Wunder, dass die Völker der Sowjetunion zur Versöhnung bereit waren. Das bewegt mich noch immer.“ Bahnbrechend für eine veränderte Betrachtungsweise dieses Tages im Mai 1945 war die Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker zum 40. Jahrestag des 8. Mai. Er erklärte damals im Bundestag: „Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der national-sozialistischen Gewaltherrschaft.“
PS: Die Zitate stammen aus dem Buch „Eiszeit“ von Gabriele Krone-Schmalz, der Zeitschrift „Rotfuchs“ vom Februar und April 2019 , der Zeitung „Junge Welt“ vom 23./24. 3. 2019



