Mieten-Notstand führt zu mehr Wohnungs- und Obdachlosen

Katja Maurer, Ralf Plötner

Der Mieten-Notstand mit Mietsteigerungen führt zu einer Verknappung bezahlbaren Wohnraums und damit auch zu einer steigenden Anzahl von Wohnungs- und Obdachlosen in Thüringen. Darauf weisen die Landesvorsitzenden der Linken in Thüringen, Katja Maurer und Ralf Plötner, hin. Allein im vergangenen Jahr gab es in Thüringen mehr als 3100 Wohnungslose. Ihre Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein. Seit Jahren steigt die Zahl der Wohnungslosen an, bundesweit hat sie sich zwischen 2022 und 2024 mehr als verdoppelt. Die häufigste Ursache für Wohnungslosigkeit sind Mietschulden durch steigende Mieten. Angesichts der im Bundesdurchschnitt gestiegenen Neuvertragsmieten um 3,7 Prozent im dritten Quartal 2025 kann hier leider keine Entwarnung gegeben werden.

Maurer erklärt: „Für einen Zugang der Betroffenen Zzum regulären Wohnungsmarkt braucht es auch im unteren Preisssegment des Wohnungsmarktes einen Mietendeckel, der alle zu hohen Mieten einfriert.“ Die sinkende Zahl an Sozialwohnungen verschärft die Situation weiter. Plötner ergänzt: „Deshalb muss die Bindungsfrist für Sozialwohnungen auf mindestens 30 Jahre erhöht werden. Sollte sie dann auslaufen, müssen Mieter:innen Bestandsschutz für die bislang geltende Miete genießen.“

Auch deshalb beteiligt sich die Linke in Thüringen an der bundesweiten Mietenkampagne. Auftaktveranstaltungen und erste Nachbarschaftstreffen finden am Donnerstag, d. 13.11., in folgenden Städten statt:
Gera, 17.00 Uhr: Mangelwirtschaft, Steinweg 7
Jena, 18.00 Uhr: Volkshaus Jena, Carl-Zeiss-Platz 15

22.11. Weimar, 11.00 Uhr: Die Linke, Marktstraße 17