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12. Konferenz Linker Ostthüringer Kommunalpolitiker_innen in Gera

Am 10. November 2018 traf sich das Netzwerk Linker Ostthüringer Kommunalpolitiker_innen zu seiner nunmehr 12. Konferenz in Gera. Im letzten Treffen in diesem Kalenderjahr ging es um die Themen Kultur und Bildung.

Am 10. November 2018 traf sich das Netzwerk Linker Ostthüringer Kommunalpolitiker_innen zu seiner nunmehr 12. Konferenz in Gera. Im letzten Treffen in diesem Kalenderjahr ging es um die Themen Kultur und Bildung.

Zunächst tauchten die über 20 Teilnehmer_innen in die Unterwelt Geras ab und besichtigten einen Höhler tief unten in der Stadt. Thomas Laubert, der Initiator der Bewerbung Geras für die „Europäische Kulturhauptstadt 2025“, informierte über die Geschichte der Höhler und berichtete von der Kulturstadtbewerbung, aus der auch die gesamte ostthüringer Region profitieren kann. Zurück am Tageslicht trafen sich die Teilnehmer der LOK-Konferenz in der Häselburg Gera, in der gerade durch das Ehepaar Tittel ein offenes Zentrum für Kunst, Kultur und Kreativität entsteht.

Im ersten Block steuerte Landtagsabgeordnete Katja Mitteldorf den Input bei. Sie berichtete, dass Vernetzung, vor allem unter den ehrenamtlichen Kulturschaffenden, das A und O ist. Kultur sei wesentlich für das menschliche Miteinander. Deswegen dürfe Kultur aus linker Sicht auch nie als elitär begriffen und vermittelt werden. Die Standortentwicklung einer Region sollte hingegen auch immer kulturgetriebene Standortentwicklung sein.

In der sich anschließenden regen Diskussion debattierten die Teilnehmer_innen über ihre Erfahrungen aus den Kommunalparlamenten. So ist zum Beispiel im Saale-Holzland-Kreis auf Initiative der linken Kreistagsfraktion hin ein Museumsentwicklungskonzept kurz vor der Fertigstellung. Es wurden jedoch in der Diskussion nicht die Augen davor verschlossen, dass Kultur gerade im ländlichen Raum auch immer im Zusammenhang mit ÖPNV und kultureller Bildung steht.

Im zweiten Block der Veranstaltung ging es um Bildung. Dazu hielt Landtagsabgeordneter Torsten Wolf ein Inputreferat. Die LOK-Gemeinschaft teilte Wolfs Auffassung, dass es für Kommunalpoltiker_innen zwingend notwendig ist, die Argumente und Ziele des neuen Schulgesetzes zu kennen, um es vor Falschbehauptungen verteidigen zu können. Besonders im Bereich Ostthüringen werden Lügen der CDU gestreut. Wolf erklärte, dass auch die Schulträger Verantwortung dafür haben, ihre Schulen und Regionen in Zeiten des Lehrer_innenmangels für junge Pädagog_innen attraktiv zu machen.

„Ich komme immer wieder gerne zum LOK. Es ist informativ und bringt uns Kommunalpoltiker_innen auf neue Ideen und Impulse. Abgesehen davon treffe ich gerne Gleichgesinnte und Freunde“, äußerte sich Michaele Sojka über die Veranstaltung. Mike Huster, Mitorganisator und Initiator der Runde, freute sich über die rege Teilnahme und die guten Ideen: „Über die tollen Inputs und die Diskussionen ist eine Ideensammlung entstanden. So wird über eine ostthüringer Kulturkonferenz zur Vernetzung von Akteuren und thematischen Arbeit nachgedacht.“ Daraus könnte ein Kulturentwicklungskonzept für die Region entstehen.