Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Ronald Hande

1. Mai in Meiningen

In früheren Tagen wurde am 1. Mai für einen Acht-Stunden-Arbeitstag gekämpft. Heute muß um eine Bezahlung dieser acht Stunden gekämpft werden, die es erlaubt, davon leben zu können - ohne Aufstockung vom Staat und die drohende Altersarmut.Es muß darum gekämpft werden, unbefristete Arbeitsverhältnisse zu schaffen, ebenso wie die Begrenzung der Leiharbeit.

Diese und viele weitere Anliegen im Bereich von Arbeit und Beschäftigung trieb DIE LINKE Schmalkalden-Meiningen auch in diesem Jahr wieder zu ihrer jährlichen Kundgebung. Der linke Kreisverband war bereits das vierte Mal in Folge auf dem Nonnenplan in Meinung und setzte damit die Tradition der Kundgebung zum Tag der Arbeit in der Kreisstadt fort. Gekommen waren schließlich rund 70 Mitglieder und interessierte Menschen nicht nur aus der Kreisstadt sondern aus der ganzen Region.

Zu Beginn gab der Kreisvorsitzende der LINKEN Ronald Hande eine kurze Einstimmung auf das Thema und Ansinnen des Tages. Er bezog sich dabei auf die aktuellen Arbeitslosenzahlen welche mit ca. sieben Prozent in der Region auf den ersten Blick gut aussehen, jedoch die tatsächliche Situation verschleiern. Diese Situation ist nach Hande geprägt von sinkenden Geburtenzahlen, steigender Abwanderung, schlechter Bezahlung und fehlenden Perspektiven. Er erinnerte besonders an die Situation im Landkreis und hob die Mißstände rund um die Tarifsituation innerhalb der Kreiswerke mehrfach hervor.

Das gleiche Anliegen griff Manfred Hellmann auf. Als Mitglied des Thüringer Landtages und des Kreistages sowie als Viernauer Bürgermeister weiß er um die klammen Kassen der Kommunen. Dennoch stehe der Landkreis als Träger der Kreiswerke in einer besonderen Verantwortung. Solche Worte fanden hoffentlich auch Eingang in das Gehör des Landrates Peter Heimrich, der genau in diesem Augenblick die Kundgebung der LINKEN besuchte. Hellmann machte weiterhin die Unterschiedlichkeit der bezahlten medizinischen Leistungen für die Lage des Kreiskrankenhauses Schmalkalden verantwortlich. Diese verschiedenen Fallpauschalen benachteiligten kleinere Einrichtungen wie das Haus in der Fachwerkstadt. Bereits in der Vergangenheit wurden u.a. mit dem Ausschlagen von Kooperationen mit anderen Krankenhäusern schwere Fehler begangen.

Gegen Ende der Kundgebung trat der Bundestagsabgeordnete Jens Petermann an das Mikrofon. Natürlich setzte er sich u.a. ganz aktuell für sichere und soziale Renten sowie die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns ein. Dieses große politische Thema, welches nun auch andere Parteien versprechen, begleite ihn gerade im beginnenden Bundestagswahlkampf regelmäßig. Allerdings ist er gespannt, wie sich einzelnen Parteien nach der Bundestagswahl verhalten würden, so Petermann weiter. „Sie blinken alle links, dann sollten sie in Zukunft auch links abbiegen.“ brachte der frühere Sozialrichter das Verhalten von SPD und Co. auf den Punkt.

Im Anschluß nahm Jens Petermann noch an einer Diskussionsrunde des DGB auf dem benachbarten Meininger Markt teil.

Für das musikalische Rahmenprogramm sorgten in diesem Jahr die Gruppe „Kalter Kaffee“ aus Erfurt sowie Chris Arnold aus Oberweid. Alle Künstler sorgten für gute Laune und fanden sehr große Zustimmung innerhalb des Publikums Gleiches gilt für die kostenlosen Bratwürste, welche auch dieses Jahr gesponsert durch die LINKE wieder durch den „Schmalkalder Stadtgrill“ zubereitet und ausgegeben wurden.

Da sich auch das Wetter von seiner guten Seite zeigte, kann der 1. Mai in Meiningen tatsächlich als sehr gelungene Veranstaltung gewertet werden


Keine Nachrichten verfügbar.

LINKE Energiekampagne