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Elke Putszuhn

ski

8. Mai in Zella-Mehlis

Als unermüdliche Streiterin wider das Vergessen erwies sich einmal mehr Elke Pudszuhn. Sie hatte zum Gedenken eingeladen und legte in ihrer Rede besonderen Wert darauf, dass vor genau 70 Jahren die Massentransporte mit Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen auch in der Region ankamen.

Insgesamt waren es zwischen 1940 und 1945 über 8000 Frauen und Männer aus der Sowjetunion, Polen, Belgien, Holland und anderswo, die an 62 Arbeitsstellen in Zella-Mehlis eingesetzt wurden. 35 von ihnen liegen auf dem alten Zellaer Friedhof begraben. Nicht alle Einwohner hätten damals weggeschaut, lobte die Landesvorsitzende des Thüringer Verbandes der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten. Einige Ruppbergstädter knüpften auch Kontakte zu den Zwangsarbeitern und halfen ihnen, obwohl das unter Strafe stand.

Mit großer Sorge, so Elke Pudszuhn, müsste man heute auf die neofaschistischen Entwicklungen in Europa blicken. Von den politisch Zuständigen der Bundesrepublik erwarte sie, aus der historischen Verantwortung heraus aktiv zu werden, damit in den EU-Mitgliedsstaaten diese Tendenzen nicht weiter erstarken. Auf den NSU-Prozess abhebend betonte die Rednerin, dass hier nur über die Spitze des Eisberges verhandelt und das Problem an sich aber damit nicht behoben würde.

"Allein Frieden, Demokratie, Freiheit und Solidarität bieten die Voraussetzungen für das Zusammenleben der Menschen" so Elke Pudszuhn abschließend.


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