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Elke Pudszuhn

Gedenken und Gedanken zum 8. Mai, den Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg

Pressemitteilung zum 8. Mai 2020 in Zella-Mehlis

Gedenken und Gedanken zum 8. Mai, den Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg

von Elke Pudszuhn

 

Für ca. 17.000 Einheimische, 8000 Evakuierte aus Kriegsgebieten, 5000 Zwangsarbeiter und Kriegs-gefangene ist in Zella-Mehlis mit dem Einmarsch der Amerikaner am 4. April 1945 der Krieg zu Ende. Bis zur Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde Hitlerdeutschlands am 8. Mai ist es aber noch ein opferreicher Weg für alle Menschen.

Im Kriegschaos dieser ersten Apriltage hatten die SS noch Hunderte Antifaschisten aus der Landesstraf-anstalt Ichtershausen auf einen Todesmarsch Richtung KZ Flossenbürg getrieben. Es dauerte noch bis zum Mitte April, bis die Zella – Mehliser Hugo Keiner, Nikolaus Pfaff und Fritz Wolf entkräftet, aber lebend daheim ankamen. Sie stellten sich dem Neuanfang unter amerikanischer Besatzung zur Verfügung. Am 19.April 1945 verfasste Nikolaus Pfaff bereits einen Aufruf „An die Bevölkerung von Zella – Mehlis!“, der im 1. Amtlichen Mitteilungsblatt der Stadt vom 27.4. erschien und von Nikolaus Pfaff für den Zehner-Ausschuss und vom kommissar-ischen Bürgermeister Apel unterzeichnet wurde.

Dem antifaschistischen Zehner-Ausschuss, als ehrenamtliche Gemeindevertretung, gehörten Heinrich von Babo, Hugo Fleischer, Max Heyer, Hubert Hoffmann, Otto von Nordheim, Nikolaus Pfaff, Hans Raßmann, Adolf Riedler, Benno Schlütter und Fritz Wolf an.

Die schwierigste Aufgabe bestand in der Beschaffung von Lebensmitteln für die Bevölkerung, einschließlich der Tausenden Zwangsarbeiter und Evakuierte, damit wird Nikolaus Pfaff beauftragt. Am 7. Mai 1945 wird ihm erlaubt nach Weimar zu fahren und zwei ehemalige Buchenwaldhäftlinge nach Hause zu holen.

Dieser 8. Mai 1945 war nicht nur ein Freudentag für die beiden Antifaschisten, sondern für alle, die 12 Jahre faschistische Herrschaft überlebt hatten, wurde der 8.Mai zum Tag der Befreiung.

75 Jahre danach startete eine bundesweite Petition „Den 8.Mai zum Feiertag machen“! Was 75 Jahre nach der Befreiung getan werden muss.“! Sie findet große Resonanz.

In diesem Jahr ist wegen Corona nur dezentrales Gedenken möglich.

Aus diesem Grunde teile ich hiermit mit, dass ich am 8. Mai um 16.00 Uhr am Sowjetischen Ehrenfriedhof auf dem ehemaligen Zellaer Friedhof, der hier umgekommenen 35 Zwangsarbeitern und deren Kinder schweigend gedenken werde, stellvertretend für die Opfer von Faschismus und Krieg.


  1. 19:00 - 12:00 Uhr
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    Frühlingsakademie der LINKEN zu sozial-ökologischer Transformation

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  1. Erfurt Parteivorstand

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