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Constanze Kühn

Pflege war immer systemrelevant! - auch vor „Corona“

Fachkräftemangel und schlechte Arbeitsbedingungen von Pflegenden und die Diskussion über die Systemrelevanz der Daseinsvorsorge ist durch die Corona-Pandemie verstärkt in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt.

Leider bleibt festzustellen, dass „die Pflege“ seit Jahrzehnten kaputtgespart wurde. Krankenhäuser wurden auf Effizienz getrimmt, seit Einführung der DRG`s/Fallpauschalen, was in der Praxis nichts anderes bedeutet: „Viele Patienten, die sich „lohnen“ mit möglichst wenig Personal in kurzer Zeit behandeln.“  Dieses System ist inhuman gegenüber Patienten, geht zu Lasten der Mitarbeiter und ist verbunden mit einer Unterfinanzierung der Krankenhäuser, insbesondere kleiner Einrichtungen der Grund-und Regelversorgung. Die Privatisierung der Daseinsvorsorge im Krankenhausbereich und die Tarifflucht aus dem TVÖD haben die Situation der Pflegenden weiter verschlimmert. Hohe psychische und physische Belastungen am Arbeitsplatz, familienunfreundliche Arbeitszeiten und ein steter Druck lasten auf den Pflegenden. Die Entlohnung, betrachtet man die hohen Anforderungen an Ausbildung und spätere Berufstätigkeit, 3 Jahre Ausbildung zur Pflegefachkraft und eine  weitere, bis zu drei Jahren berufsbegleitende Ausbildung zum Fachpfleger*in, wird dem Berufsbild nicht gerecht. Traurig macht Pflegende, dass zu wenig Zeit für Pflegetätigkeit, Zuwendung und Menschlichkeit bleibt.

Was ist unserer Gesellschaft eine gute Pflege wert? Über diese Frage wird seit Jahren gestritten bei den Verantwortlichen auf allen politischen Ebenen. Aus unserer Sicht benötigt die Pflege dringend bessere Arbeitsbedingungen, mehr Personal und bessere Löhne. Die LINKE unterstützt den Aufruf des Bündnisses Krankenhaus statt Fabrik „Die Corona-Krise muss Konsequenzen haben“.

Wir bleiben dran und setzen uns dafür ein, dass endlich Taten folgen.

Alle Pflegenden wollen wir ermutigen selbstbewusst für ihre Werte und Rechte einzutreten.

Constanze Kühn

stellv. Kreisvorsitzende Die LINKE SM

Mitglied der Gewerkschaft ver.di

Betriebsrätin


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