Endlich das kostenfreie Mittagessen einführen
Eine gesunde Ernährung darf keine Frage des Geldbeutels sein. Wer Armut ernsthaft bekämpfen will, darf nicht länger zusehen, wie Kinder mit leerer Brotdose und hungrig im Kindergarten und in der Schule sitzen. Nur wer satt ist, kann sich aufs Lernen konzentrieren.
„Eine gesunde Ernährung darf keine Frage des Geldbeutels sein.“ Mit diesen Worten reagiert der Landesvorsitzende der Linken in Thüringen, Ralf Plötner, auf den Anstieg der Lebensmittelpreise um rund 36 Prozent in den vergangenen fünf Jahren. Während beim Einkauf bei immer mehr Thüringer Familien immer weniger auf dem Esstisch landet, wächst die Armut im Freistaat ungebrochen. Thüringen gehört weiterhin zu den Bundesländern mit dem höchsten Armutsrisiko. „Wer Armut ernsthaft bekämpfen will, darf nicht länger zusehen, wie Kinder mit leerer Brotdose und hungrig im Kindergarten und in der Schule sitzen. Nur wer satt ist, kann sich aufs Lernen konzentrieren.“, erklärt Plötner.
Die Linke fordert deshalb die Voigt-Regierung auf, ihren eigenen Koalitionsvertrag endlich umzusetzen und kostenfreie Mittagessen in allen Kindergärten und Schulen einzuführen. „Wer dieses Versprechen abgegeben hat, muss jetzt endlich liefern. Jedes Kind hat das Recht auf ein gesundes Mittagessen und das unabhängig vom Einkommen der Eltern."
Dass die Voigt-Regierung ihrer sozialen Verantwortung nicht gerecht wird, zeigt sich auch an den Thüringer Tafeln. „Es ist ein Unding, dass ehrenamtliche Projekte wie die 35 Tafeln im Freistaat immer mehr Menschen auffangen müssen. Zahlreiche Ehrenamtliche arbeiten längst am Limit und dürfen nicht zum Reparaturbetrieb einer gescheiterten Sozialpolitik werden. Wenn Rentnerinnen und Rentner nach einem langen Arbeitsleben auf die Tafel angewiesen sind und gleichzeitig Kinder in der Schule hungern müssen, dann läuft in Thüringen etwas grundlegend falsch." so Plötner abschließend.
