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Katja Maurer: Streichung der Bundesmittel für die „Welt der Versuchungen“ ist ein Schlag ins Gesicht aller Engagierten

Katja Maurer

Die Bundesregierung hat ihre Finanzierungszusage für „Welt der Versuchungen“ zurückgezogen. Damit droht einem bundesweit einmaligen Projekt zur Suchtprävention und Gesundheitsbildung das Aus. Die Linke Thüringen kritisiert die Entscheidung scharf: "Die Streichung der Bundesmittel durch die Merz-Regierung ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die dieses Projekt über Jahre mit großem Einsatz geplant und vorbereitet haben. Wer so mit dem Engagement von Stiftung, Wissenschaft und Stadtgesellschaft umgeht, verspielt Vertrauen."

Die Landesvorsitzende Katja Maurer sieht in der Entscheidung zudem ein weiteres Beispiel dafür, dass die Bundesregierung ihren Versprechen gegenüber Ostdeutschland nicht gerecht werde. Während die Bedeutung des Ostens regelmäßig betont werde, fehle es bei konkreten Zukunftsinvestitionen immer wieder an politischem Willen und Rückhalt.

“Jedes Mal, wenn es konkret wird, zeigt sich erneut, wie egal Thüringen der Merz-Regierung ist. Wer ausgerechnet hier bei uns ein bundesweites Leuchtturmprojekt streicht, handelt kurzsichtig und verantwortungslos und erweist der Zufriedenheit mit der Politik einen Bärendienst.”

Gerade Erfurt sei ein sinnvoller und wirkmächtiger Standort für ein solches Zentrum. Untersuchungen zu Drogenrückständen im Abwasser zeigten seit Jahren, dass die Landeshauptstadt im europäischen Vergleich bei verschiedenen Substanzen hohe Belastungswerte aufweise. Ein modernes Präventionszentrum könne deshalb einen wichtigen Beitrag leisten, Wissen über Sucht, Gesundheitsförderung und Prävention niedrigschwellig zu vermitteln.

“Wenn die Berliner Politik wirklich will, dass Menschen gesünder leben, dann darf sie ihnen das Wissen und das Handwerkszeug dafür nicht vorenthalten. Prävention ist keine Nebensache. Sie schützt Familien, Angehörige und Freundeskreis und spart langfristig enormes menschliches Leid sowie hohe gesellschaftliche Kosten.”

Die Linke Thüringen fordert die Bundesregierung auf, ihre Entscheidung zu revidieren und die zugesagten Mittel für das Präventionszentrum bereitzustellen. Das Projekt sei eine Investition in die Gesundheit der Menschen in Thüringen und in eine moderne, wissenschaftlich fundierte Präventionsarbeit. Und das gerade in einer Region, in der sie besonders gebraucht werde.

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