Gerechte Besteuerung statt Sozialabbau
Während immer mehr Menschen in Armut leben müssen, haben Milliardäre in den 19 G20-Staaten ihr Vermögen in den vergangenen zwölf Monaten um 16,5 Prozent gesteigert. Die Landesvorsitzenden der Linken in Thüringen, Katja Maurer und Ralf Plötner, weisen darauf hin, dass auch in Deutschland die Zahl der Superreichen rasant wächst.
Während immer mehr Menschen in Armut leben müssen, haben Milliardäre in den 19 G20-Staaten ihr Vermögen in den vergangenen zwölf Monaten um 16,5 Prozent gesteigert. Die Landesvorsitzenden der Linken in Thüringen, Katja Maurer und Ralf Plötner, weisen darauf hin, dass auch in Deutschland die Zahl der Superreichen rasant wächst. Inzwischen besitzen rund 3.900 Menschen mehr als ein Viertel des gesamten Finanzvermögens. Dem gegenüber hat die Zahl der Wohnungslosen mit mehr als einer Million Männer, Frauen und Kinder gerade einen Rekordstand erreicht. Maurer fordert: „Für eine sozial gerechte Politik muss die Erbschaftssteuer dringend reformiert werden, denn knapp drei Viertel des Vermögens deutscher Milliardär:innen sind geerbt. Deshalb müssen Steuerschlupflöcher für superreiche Erb:innen geschlossen werden, die Steuer auf hohe Erbschaften muss erhöht werden.“ Plötner ergänzt: „Bereits steuerfrei vererbtes Vermögen muss mit der Wiedereinführung der Vermögenssteuer zur Kasse gebeten werden. Auch eine dauerhafte Übergewinnsteuer ist längst überfällig.“ Statt sie unter anderem mit der „Verschonungsbedarfsprüfung“ zu bevorzugen, müssen Superreiche und ihre Vermögen für eine sozial gerechte Lastenverteilung heran gezogen werden.
