Tod bei Amazon: offenbar struktureller Hintergrund

Katja Maurer, Ralf Plötner

Der tragische Tod eines Arbeitnehmers im Amazon Logistikzentrum in Erfurt-Stotternheim hat offenbar auch strukturelle Hintergründe. Das geht aus Informationen hervor, die den Landesvorsitzenden der Linken in Thüringen, Katja Maurer und Ralf Plötner, vorliegen.

Der tragische Tod eines Arbeitnehmers im Amazon Logistikzentrum in Erfurt-Stotternheim hat offenbar auch strukturelle Hintergründe. Das geht aus Informationen hervor, die den Landesvorsitzenden der Linken in Thüringen, Katja Maurer und Ralf Plötner, vorliegen.

Demnach wurde Ende September d.J. die bis dahin übliche Anwesenheit eines Rettungssanitäters als Ansprechpartner für Arbeitnehmer:innen mit gesundheitlichen Problemen im Logistikzentrum beendet. Wäre am 17. November ein solcher Rettungssanitäter vor Ort gewesen, hätte sich der kranke Arbeitnehmer an ihn wenden können. Zudem wissen viele Arbeitnehmer:innen offenbar nicht, wie sie in solchen Fällen konkret helfen können, denn Erste Hilfe Kurse sollen nur Führungskräften erlaubt sein.

Für zusätzlichen Druck dürfte eine Urlaubssperre für den gesamten Dezember gesorgt haben, über die wir jetzt informiert wurden. Die Vorweihnachtszeit mit massiv steigenden Paketmengen verschärft die Arbeitsbedingungen im Logistikzentrum noch einmal mehr.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft müssen nun zeigen, ob auch diese Arbeitsbedingungen ursächlich für den Tod des 59-jährigen waren.